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Synonyme
Gelenkentzündung

Definition
Unter dem Begriff  Arthritis versteht man eine entzündliche Gelenkerkrankung, die prinzipiell an allen Gelenken des Körpers vorkommen und sowohl chronisch (z.B. als sog. Rheuma) als auch akut auftreten kann. Zusätzlich unterscheidet man, wie viele Gelenke betroffen sind und spricht, je nach Anzahl, von Monoarthritis (wenn ein Gelenk betroffen ist), Oligoarthritis (wenn mehrere Gelenke betroffen sind) oder Polyarthritis (wenn die meisten oder sogar alle Gelenke betroffen sind).

Ursachen und Einteilung
Gelenkentzündungen (Arthritiden) können die Folge verschiedener Prozesse sein und werden nach ihren Ursachen unterschieden, wie z.B.:

Rheumatoide Arthritis (auch Rheuma, chronische Polyarthritis): Die Ursachen für diese Erkankung sind bisher nicht genau erkannt. Verschiedene Hypothesen sehen Viren und Bakterien (also ähnlich wie bei der Reaktiven Arthritis) als Aulöser für eine folgende Fehlleistung des Immunsystems, das im Sinne einer Autoimmunreaktion an körpereigenem Gewebe eine chronische Entzündungsreaktion auslöst. Es wird auch diskutiert, ob im Körper vorhandene "schwelende Entzündungsherde" (z.B. an den Zähnen) für die Entstehung der Rheumatoiden Arthritis verantwortlich sind. Offenbar gibt es eine genetische Disposition, familiäre Häufungen sind nicht selten.

Reaktive Arthritis (
auch Indirekte Arthritis, Postinfektiöse Arthritis, Reiter-Syndrom, Morbus Reiter, Parainfektiöse Arthritis): Bei dieser Form der Arthritis tritt die Gelenkentzündung Tage bis Wochen nach einer Infektion auf, die an einer anderen Stelle des Körpers stattgefunden hat. Dies können z.B. bakterielle Infektionen des Verdauungs- und Harntraktes oder der Atemwege sein, die manchmal auch ganz unbemerkt und ohne Symptome verlaufen können. Aber auch durch Virusinfektionen oder Impungen können Reaktive Arthritiden entstehen ( zum Teil kommt es einige Zeit nach der Infektion zu einer immunologischen Folgereaktion, zum sog. Rheumatischen Fieber). In Folge richtet sich das Immunsystem aus noch nicht ganz geklärten Gründen gegen das Gewebe in den Gelenken und verursacht dadurch die Gelenkentzündung.

Bakterielle Arthritis: Hier sind im Gelenk befindliche Keime für die Entstehung der Erkankung verantwortlich und die Entzündung im Gelenk geht häufig mit der Bildung von Eiter einher. Synonyme für eine solche eitrige Arthritis sind auch die Begriffe Gelenkempyem und Pyarthros.

Psoriasis Arthritis: Diese Form der Arthritis tritt bei Menschen mit Psoriasis (Schuppenflechte) auf und zeigt gegenüber anderen Arthritiden Besonderheiten in Bezug auf die betroffenen Gelenke; Ursache ist hier vermutlich eine zugrunde liegende Autoimmunerkrankung.

Gicht-Arthritis: Hier wird die Gelenkentzündung akut durch im Gelenk befindliche Uratkristalle auf Grund einer Störung des Harn- bzw. Purinstoffwechsels verursacht, also durch die Grunderkrankung "Gicht".

Allergische Arthtitis: Diese Form der Arthritis ist eine Unverträglichkeitsreaktion und kann durch jeden in den Körper eingebrachten Stoff ausgelöst werden. Am häufigsten jedoch sind allergische Reaktionen auf Medikamente.

Paraneoplastische Arthritis: Im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen kann es zu dieser Form der Arthritis kommen, am häufigsten wenn Lunge, Brust oder Prostata von einem Tumor betroffen sind. Der Auslösemechanismus entspricht dem der Reaktiven Arthritis.

Symptome
Typisch für die Arthritis sind Schmerzen, Schwellung, Überwärmung und Funktionseinschränkungen des Gelenks, außerdem kann die Haut über dem Gelenk eine Rötung aufweisen, auch Gelenkergüsse oder Empyeme sind möglich. Bei der chronischen Gelenkentzündung kommt es im Verlauf zu weiterer, dauerhafter Funktionseinschränkung, Deformierung und Fehlstellung.

Diagnostik
Neben der Anamnese und der körperlichen Untersuchung spielen Laboruntersuchungen des Blutes, bildgebende Verfahren und ggfs. Gelenkpunktionen eine wesentliche Rolle, um die Ursache der Gelenkentzündung zu erkennen und um andere Erkankungen auszuschließen.

Therapie
Da Arthritiden und Rheuma ein sehr häufig vorkommendes und seit langem bekanntes Problem darstellen, gibt es in der Naturheilkunde sehr viele Behandlungsansätze. In der Praxis unterscheide ich bei der Behandlung zwischen schmerzlindernden Maßnahmen (Homöopathie, Akupunktur, Auflagen, Blutegeltherapie), Regulierung des Stoffwechselgeschehens (Ernährung, Phytotherapie, Orthomolekulare Medizin, Darmsanierung) sowie konstitutioneller Therapie (Homöopathie); welche Therapien genau zum Einsatz kommen ist individuell unterschiedlich. Das Erkennen und Berücksichtigen der persönlichen Gesamtsymtomatik einschließlich der seelischen, geistigen und emotionalen Verfassung steht bei der ganzheitlichen Behandlung in meiner Praxis stets im Vordergrund und spielt bei chronischen Erkrankungen, so auch bei Rheuma und Arthritis, eine besonders große Rolle.

Praxis Krell Berlin-Mitte
Rainer Krell — Heilpraktiker
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